Schulzentrum Paul Friedrich Scheel
Förderzentrum für Körperbehinderte und Grundschule

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Konzept der Keramikwerkstatt Paul- Friedrich- Scheel Schule

Ton ist wichtig, weil er elementar ist. Ton ist ein Prozess. Ton ist ein Werkstoff, weich und sinnlich. Ton besteht aus Wasser, Erden und Farben. Ton eignet sich für Gruppen und Einzelarbeit. Ton ist für jedes Alter gut. Ton fordert und fördert die Vorstellungskraft. Ton braucht Aufmerksamkeit und Hingabe. Ton fängt immer wieder neu an. Ton verändert seine Form. Ton wechselt seine Farbe. Ton fasziniert. Ton verhilft zu innerer Ruhe. Ton ist zufällig. Ton kann man mit den Händen, Füßen und den ganzen Körper spüren. Ton ermöglicht Gefühle. Ton lässt Zeit vergessen. Ton kann man bewegen, verformen und zerstören. Ton weckt Erinnerungen. Ton ist ein Spielzeug. Ton ist widerstandsfähig. Ton klingt. Ton bringt Schweigsame zum Reden. Ton lässt Redselige schweigen. Ton riecht nach Vergangenheit. Ton schmeckt modrig. Ton fordert heraus. Ton ist modern. Ton ist sauberer Dreck. Ton ist Ton.

Seit Beginn der 90-ziger Jahre ist für alle Schüler unserer Schule das Arbeiten mit dem Werkstoff „Ton“ ein fester Bestandteil unserer pädagogischen, therapeutischen und kreativen Arbeit. Die Schüler zum „Mittun“ anregen und sie für eine echte schöpferische Tätigkeit begeistern, kognitive Fähigkeiten und Fertigkeiten entwickeln, das ist eines der Ziele unseres pädagogischen Förderangebotes.
Die körperliche Sensibilität (das Aufnehmen von allen Reizen, Auge-Hand Koordination) wird durch diese Tätigkeiten matschen, kleckern, plätten, aushöhlen, quetschen, ziehen, löchern, krümeln, kratzen, bröseln, glätten, einschmieren, zerstören, neu formen, verändern, greifen, zupfen, schreiben, walzen, werfen, klatschen, drehen, rollen, teilen, biegen und verbinden geschult. Das Sammeln dieser Körpererfahrungen, sowie Schulung der Wahrnehmungen sind Elemente des Förderangebotes.
Derzeit erfolgt die Keramikförderung vor allem in unseren integrativen Grundschulklassen. Ziel ist die Feinmotorik in den Eingangsklassen zu trainieren und die Schulung der Fingerfertigkeiten, die nicht nur beim Schreiben lernen dienlich sind, zu unterstützen und zu trainieren. Es wird Wissen vermittelt und das Einhalten von Regeln geübt.
Diese Förderangebote laufen in der ersten bis dritten Klasse, parallel zum Werken- und Zeichenunterricht (halbe Klasse). In der vierten Klasse gibt es für Schüler eine Angebotszeit, die nicht parallel zum Unterricht ist.
Die Schüler der Sekundärstufe haben sie Möglichkeit, in der GTS Zeit am Montag (7.Stunde) sowie im GTS Kurs am Mittwoch (8. und 9. Stunde) zu besuchen.
Für Projekte (Weihnachten, Ostern, Geschichte und Werkstätten) erfolgen individuelle Absprachen.
Schwerstmehrfach geschädigte Schüler fördern wir in einer 1 zu 1 Betreuung.
In einer Woche nehmen ca. 80 Schüler das Angebot in der Keramikwerkstatt wahr. Dafür sind im laufenden Schuljahr 23 Unterrichtsstunden in der Woche verplant.
Für das Einräumen und Ausräumen des Ofens benötigen wir 2-3 Wochenstunden. Das Nacharbeiten (verschmieren, stabilisieren, lagern sowie Glasurreste entfernen) der Keramikwerkstücke der Schüler erledigen wir im laufenden Förderangebot sowie in den Pausen.
In den Grundschulklassen erfolgt die Fördereinheit so, dass die Schüler in der Regel zwei Stunden (ein Block) im Keramikraum arbeiten. Dazu gehört die Vorbereitung der Stunde (Schürze umbinden, Schleife auf dem Rücken eines Mitschülers binden, Arbeitsplatz mit Brett und verschiedenem Zubehör, Rollen, Zeitungen, Modellierhölzer etc. ausstatten. Das gemeinsame Arbeiten mit Ton nach Anweisung ist ein Element in diesem Zeitrahmen. Das freie kreative und interessengebundene Arbeiten mit Ton ist ein zweites Element. Die Nachbereitung (Aufräumen, Säubern, Wegräumen) gehört ebenfalls in diesem Block. Die letzten 5 bis 7 Minuten spielen wir didaktische Spiele.
Unsere Schüler leisten einen kleinen Materialobolus für ihre Keramikarbeiten, die stolz mit nach Hause nehmen.